Projektwoche und Adventsbasar



In der Woche vor dem ersten Advent stand einmal nicht das Lernen mit dem Kopf im Vordergrund, nein – die künstlerische Ader unserer Schülerinnen und Schüler war gefragt. In insgesamt 11 Projekten fertigten die Kinder Weihnachtliches, hörten Geschichten, malten, buken strickten oder spielten Theater, angeleitet und unterstützt von ihren Lehrern und zahlreichen Müttern.
Am Freitagnachmittag war es dann soweit: Im weihnachtlich geschmückten Schulhaus begrüßten die Kinder aus unserer 3a und 3c die Gäste mit einigen Weihnachtsliedern und forderten nebenbei längst überfälligen Schneefall ein. Danach präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Produkte: Adventskränze und Gestecke, Grußkarten, Christbaumkugeln, Schimmerlichter und Fensterbilder, allerlei Gebäck, Marmeladen und Fruchtgummis, Engel, Wichtel, Nikolaussäckchen und Schals wurden feilgeboten und fanden schnellen Absatz.
Ebenfalls gut besucht waren die gelungenen Aufführungen vom „Blauland“ unserer Zweitklässler.
Auch die vom Elternbeirat gestalteten Cafés konnten sich über regen Zulauf freuen.
Langeweile kam keine auf: im Dachgeschoss konnten die kleinen Besucher nach Herzenslust basteln. Für die Schule war der Basar ein voller Erfolg: wir können unseren Sozialfonds wieder aufstocken, uns die lang ersehnten Trommeln leisten und ein Hilfsprojekt für Kinder in Bolivien unterstützen.
Wir bedanken uns bei allen, die an unserer Projektwoche mitgewirkt und uns am Basar unterstützt haben, recht herzlich!

Einige Bilder aus dem geschäftigen Treiben in der Projektwoche zum Herunterladen finden Sie hier:
Bilder aus der Projektwoche.pdf [2.076 KB]



Schule im Gespräch am 11.11.2009



"Gefangen in virtuellen Welten – Umgang mit den neuen Medien“

Unter dieser Überschrift sprach der Suchtbeauftragte des Regierungspräsidiums Stuttgart, Herr Dr. Michael Tech, zu einer interessierten Eltern- und Lehrerschaft.
Nach einem kleinen Einblick in die Spielewelt am Computer stellte er uns zunächst den Weg vom Gebrauch und Genuss über den Missbrauch und die Abhängigkeit bis hin zur Sucht dar. Dem studierten Biologen gelang es, auch Laien die Vorgänge und Veränderungen im Gehirn, die sich dabei vollziehen, anschaulich klar zu machen. Ebenso klar wurden die Gründe, die diese virtuelle Welt für unsere Kinder und Jugendlichen so faszinierend machen.
Mit Zahlen und Beispielen belegt zeigte er die Zusammenhänge zwischen unmäßigem Gebrauch von Fernseher und Computer im Kinderzimmer und dem Absinken der schulischen Leistungen auf – Teilleistungsstörungen, Einschränkungen der Lese-, Schreib- und Ausdrucksfähigkeit, Verlust von dreidimensionalem Erleben, Orientierungslosigkeit in Raum und Zeit, Beziehungslosigkeit in der realen Welt … ein erschreckendes Szenario.
Andere Gefahren, die im Netz lauern, wurden uns ebenfalls nahe gebracht. Da ging es um chat-rooms ebenso wie um Videos mit gewalttätigem oder pornografischem Inhalt und ihre blitzschnelle Verbreitung, z.B. auf Schulhöfen.
Nein, das Internet wurde nicht verteufelt, vielmehr wurden wir Erwachsenen alle aufgefordert, unsere Pflicht zur Erziehung wahr zu nehmen und Ernst zu nehmen, ein Hinweis auf den Artikel 6 des Grundgesetzes fehlte nicht, Ausreden wie „ich kenne mich da gar nicht aus“ ließ der Lehrer und Vater nicht zu. Mit eindrucksvollem Bild verglich er unsere Sorglosigkeit, die jungen Menschen mit einem PC und Internetanschluss alleine zu lassen mit „einer Fahrt im Porsche ohne Bremsen auf der Autobahn“. Und er verwies auf die zahlreichen Möglichkeiten, den Computer „sicher“ zu machen – man muss sie nur ergreifen.
Die Botschaft war klar: Erziehen heißt nicht Partner oder Freund des Kindes zu sein, sondern Eltern und Lehrer zu sein, Regeln zu setzen und Konsequenz zu leben.
Viele hilfreiche Tipps, ein Script, in dem nachzulesen ist und Literatur und Links zum Thema zu finden sind, stellte Herr Dr. Tech ans Ende seiner Ausführungen.
Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas trug Herr Dr. Tech kurzweilig, gelegentlich auch launig und ohne jeden moralischen Zeigefinger vor, und es stimmte uns froh, dass trotz alledem die heutige Jugend laut Shell Studie überwiegend als pragmatisch und angepasst, aufstiegsorientiert, werteorientiert, idealistisch, tolerant und friedlich gesehen wird.
Ein hervorragender Referent, ein aufschlussreicher Abend, der 45 nachdenkliche Menschen mit einem Zitat von Pearl S. Buck entließ: „Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.“



Frederick-Tag am 09.11.2009



Steinzeit in der Bücherei

Wissen Sie, wie man mit einer steinzeitlichen Speerschleuder umgeht? Könnten Sie entscheiden, ob Sie Ihr Ziel bei der Jagd besser mit Pfeil und Bogen oder mit der Speerschleuder treffen?
Für den Menschen in der Steinzeit waren die Antworten auf diese Fragen überlebensnotwendig. Doch auch wenn wir heute unseren Alltag gut ohne dieses Wissen meistern können, interessieren wir uns für das Leben von Menschen aus früheren Zeiten. Gerade die Steinzeit ist für Kinder eine sehr spannende und faszinierende Epoche.
So waren die zweiten bis vierten Klassen der Klosterhofschule anlässlich der Frederiktage zu Gast in der Nellinger Bücherei und der Autor Dirk Lornsen beantwortete solche und andere Fragen. Rund um die Steinzeit zeigte sich der Autor als echter Profi. Er brachte sehr viel Anschauungsmaterial mit Gesteinssammlungen, unterschiedliche Waffen aus Feuerstein, Material zum Feuermachen ohne Streichholz und Feuerzeug. Seine Materialien blieben aber keine langweiligen Ausstellungsstücke, sondern wurden in seinen Vorführungen lebendig. So schlug er fachmännisch Feuersteinklingen und führte verschiedene Waffen vor. Natürlich hatte er auch ein Buch zum Thema Steinzeit dabei. Er las ein Kapitel aus seinem Buch „Rokal der Steinzeitjäger“ vor. Unsere Schüler kannten die Hauptpersonen des Buches und wussten über die Geschichte Bescheid. Das spannende Schlusskapitel über die gefährliche Mammutjagd bildete den Abschluss der Veranstaltung. Dirk Lornsen schaffte es, seine jungen Zuhörer gut anderthalb Stunden zu fesseln und viele Kinder wurden für das Thema Steinzeit interessiert. Wir hoffen, dass unsere Kinder auch nach der Veranstaltung begeistert zum Buch greifen, um ferne Zeiten zwischen den Seiten lebendig werden zu lassen. Zum Glück stellte uns die Stadtbücherei eine Bücherkiste zum Thema zusammen, in der jetzt vier Wochen lang kräftig geschmökert werden kann.



Gemeinsamer Schulausflug am 1. Juli 2010



Der Ausflug am 1. Juli 2010 wird Schülern, Lehrern und vielen Eltern der Klosterhofschule lange in guter Erinnerung bleiben: ein gemeinsamer Besuch aller Klassen im Erlebnisfeld der Sinne „Eins und Alles“ in Welzheim.

In der Elternschaft war die Idee entstanden, ein solches Gemeinschaftserlebnis möglich zu machen. Auch unter den Lehrern fand dieser Vorschlag uneingeschränkte Zustimmung, sodass die Eltern gleich begannen, die Unternehmung zu planen und vorzubereiten. Schritt für Schritt wurde das Vorhaben konkreter, immer mehr Eltern wurden mit Aufgaben bedacht. Schließlich wurde noch ein gemeinsames Grillen mit in den Plan aufgenommen. Bestritten wurde das Ganze aus den Kassen des Fördervereins und der Eltern. Die Schüler hatten nur einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten, der in keinem Verhältnis zum Erlebnis- und Erinnerungswert dieses Ausflugs stand.

Die Kinder gerieten schon einige Tage vor der Veranstaltung in helle Aufregung. Sie wurden über das große Vorhaben informiert und durften sich zwei Aktionen für diesen Tag auswählen. Und dann ging es los: Bei Bilderbuchwetter schwärmten die Klassen frühmorgens aus und bestiegen mit ihren Lehrern und einigen Eltern die Busse, die sie in den Welzheimer Wald bringen sollten. Dort übernahmen nach einer kleinen Vesperpause Erlebnispädagogen die einzelnen Kleingruppen und führten sie durch die Vormittagsaktion: Erlebnispfad, Feuer, Aktionshaus, Tieroase, Naturkunst, Märchen und Dunkelhaus nahmen die Aufmerksamkeit der Kinder gefangen. Was es da alles zu entdecken und auszuprobieren gab: einen Wald voller Geheimnisse, hautnahe Begegnungen mit Tieren, die Entdeckung von Naturphänomenen und vieles mehr. Angefüllt mit vielen Erlebnissen und Eindrücken fanden sich alle zur Mittagspause im Stelenfeld ein, wo emsige Eltern bereits den Grill angeheizt hatten. Da alles perfekt vorbereitet war, hatten die Kinder ihre Würstchen schnell verdrückt und nahmen – nicht ganz ohne Bauchweh der Lehrer – den umliegenden Wald in Besitz. Nachdem aber zum Glück sämtliche Abenteuer im Wald glimpflich ausgegangen waren, wurden neue Kleingruppen gebildet und zur Nachmittagsaktion abgeholt. Wieder gab es Interessantes und Aufregendes zu erleben, von dem auf der Heimfahrt ausgiebig erzählt wurde. Obwohl im Bus die neuesten Fußballlieder gesungen wurden, war doch die WM für viele Stunden aus dem Bewusstsein der Kinder verdrängt gewesen – kein Wunder: Fußball ist immer, aber dies war ein einmaliges Erlebnis, von dem alle müde, aber gut gestimmt und zufrieden heimkehrten.

Ein Schulausflug dieser Art war eine Premiere für unsere Schule. Rundum gelungen macht er Lust auf Wiederholung!

(Brigitte Baas, Juli 2010)



Und das meinen die Kinder:

Am Donnerstag, den 1. Juli 2010 haben wir uns um 7.45 Uhr im Klassenzimmer getroffen. Frau Wynne hat uns empfangen und nochmals belehrt. Dann sind wir zum Bus gegangen. Wir mussten ganz schön lange warten, aber dann kam unser Bus endlich. Die Fahrt war sehr spannend. Wir sind an einer Baustelle vorbeigefahren und eine Scheibe ist eingebrochen, weil der Bus an einem Baum hängen geblieben ist.
Endlich angekommen! Ich war sehr hungrig und habe gleich was gegessen. Und dann ging es los. Ich war in der Tieroase und es war traumhaft. Wir durften Lamas führen, ich durfte Felicitas führen. Wir waren mit den Lamas an einer Grotte, und auf dem Rückweg habe ich Suleika geführt. Die anderen Lamas hießen: Fanta, Aladin und Bella.
Nach der Führung haben wir gegrillt und danach noch gespielt. Dann war ich beim Feuer, da haben wir Stockbrot gemacht und Brandzeichen. Dann waren wir wieder am Spielplatz und Jessica hat mir etwas Lustiges oben am Haus gezeigt.
Aber dann war es Zeit zu gehen, das war schade. Mir hat es Spaß gemacht.
Katharina, 2b

Im Aktionshaus

Im Aktionshaus durften wir mit unserem Partner das Haus erforschen. Der Partner bekam eine Augenklappe. Der andere führte seinen Blinden durch das Haus. Der durfte Sachen fühlen. Es gab einen großen Tisch mit 2,50 m Höhe, dazu einen Stuhl, der war 2 Meter hoch. Der Blinde musste Pendel zählen, die im Raum hingen. Er bekam eine Belüftung von Ventilatoren und er durfte sich in eine Kirschkernbadewanne legen oder in eine, die mit Zwetschgenkernen gefüllt war. Es gab auch eine Korkenbadewanne. Manchmal waren Holzbalken. Wenn der Führer nicht aufpasste, knallte der Blinde mit dem Kopf gegen den Balken. Dann durften wir Klänge anhören. Dann gab es auch noch eine Massage mit Klangschalen.
Es war toll!
Florentine, 3a

Auf dem Erlebnispfad 2

Der Erlebnispfad war im Wald. Die Waldführerin hat uns eine Gans, die 39 Jahre alt war, gezeigt. Wir waren auch noch beim Himmelbett. Wir haben uns reingelegt, es waren Tannenzweige oder Tannenzapfen im Bett. Danach hat uns die Führerin von Robin Hood erzählt. Wir konnten durch bunte Zauberstäbe durchlaufen. Sie haben Musik gemacht. Dann hat uns die Führerin riesige Streichhölzer gezeigt, sie hatten Ruß oben dran. Sie hat erzählt, dass ein Riese in diesem Wald gelebt hat. Nun mussten wir an einen Seil entlang laufen . An dem Seil waren Sachen dran, die man im Wald sonst nicht findet: zum Beispiel eine Klobürste .
Es war total interessant und sehr schön.
Zehra, 3a

Auf dem Erlebnispfad 3

Unser Betreuer Joshua hat uns Augenklappen gegeben. Dann haben wir ein Seil gekriegt und mussten ein Rechteck formen. Danach sind wir in den Wald gegangen und haben eine Gans namens Emma, die 39 Jahre alt wurde, gesehen. Wir sind im Wald weiter nach oben gegangen und kamen zum Barfußpfad. Da gab es Bambusstäbe, Holzstücke, Zweige, Äste Steine und andere Dinge, auf denen man barfuß laufen konnte. Wenn man wollte, konnte man auf dünnen Baumstämmen balancieren. Danach waren wir im Labyrinth. In der Mitte war ein Stierkopf. Wir sind ins Labyrinth rein und wieder raus gelaufen.
Es war toll und wir haben uns amüsiert.
Rebekka, 3a

Im Dunkeln

Wir waren in einem dunklen Haus. Man konnte überhaupt nichts sehen. Wir haben eine lange Schlange gebildet und Isabell, die Führerin, sagte, wir müssen immer an der rechten Wand entlang gehen. Der Weg ging immer weiter und schließlich kamen wir in ein Bad mit einem Klo und einem Waschbecken. Wir kamen auch an einem Stromkasten vorbei. Plötzlich war Kies unter unseren Füßen. Wir kamen an einen Tisch und setzten und hin. Blätter und Stifte wurden ausgeteilt und wir mussten unseren Namen auf das Blatt schreiben und den Weg malen, den wir gegangen sind. Der Rückweg war nicht so schwer wie der Hinweg.
Zum Schluss war es im Tageslicht sehr hell für uns. Wir hatten sehr viel Spaß.
Malin, 3a



Bilder von diesem tollen Tag können Sie sich herunterladen unter:
schulausflug 2010.pdf [15.073 KB]



Projektwoche und Schulfest 2012





„Waka-Waka“ schallte es am Morgen durchs Schulhaus.

In der ersten Juliwoche begrüßten unsere Kinder den Tag mit afrikanischen Rhythmen, der Unterricht stand unter dem Motto „Afrika“. In klassenübergreifenden Projekten widmeten sich die Schüler verschiedenen Themen zu diesem interessanten Kontinent.

Zuerst wurde gemeinsam gesungen und getanzt. Dann erfuhren die Kinder, wie der Alltag afrikanischer Familien in der Stadt und auf dem Land aussieht, eine besondere Erfahrung war dabei, zum Essen auf dem Boden zu sitzen und die Finger zu benutzen. In anderen Projekten hat man sich afrikanisch bunt gekleidet und Schmuckstücke aus Kokosschalen hergestellt. Kinder erfuhren die Bedeutung von Masken und stellten selbst welche her, andere beschäftigten sich mit den Symbolen der Felsenbilder in der Sahara und bedruckten fantasievoll Stofftaschen damit. Wieder andere bauten ein traditionelles afrikanisches Dorf nach: Rundhütten entstanden aus Stöcken, Stroh und Lehm. Auch die Tierwelt Afrikas wurde erforscht: in (Schuhkarton-)Savannen fanden, Elefanten, Zebras, Giraffen, … ein neues Zuhause. Aus den verschiedensten Materialien stellten Kinder liebevoll eine Vielzahl von Tieren her. Dabei erfuhren sie Wissenswertes über deren Lebensraum und Lebensweise.

Den Höhepunkt der Woche bildete am Freitag der Besuch der Gruppe „Tamborena“. Am Vormittag gestaltete sie ein schwungvolles Mitmachprogramm für die Schüler. Jedes Kind konnte auf einer afrikanischen Djembe Trommelerfahrungen machen.

Am nachmittäglichen Schulfest luden die Kinder unsere Gäste trommelnd und singend auf eine Reise durch den Kontinent ein. Anschließend konnte die Ausstellung der Ergebnisse der Projektgruppen besichtigt werden, es gab vielerlei Mitmachangebote und nicht zuletzt köstliche Bewirtung durch die Eltern unserer Schüler. Das intensive Eintauchen in die afrikanische Welt hat Schüler und Lehrer begeistert, das gemeinsame Trommeln war ein unvergessliches Erlebnis.

So fiel es nicht schwer, den Erlös dieses Tages zu spenden: teilweise in ein Dorf in Angola, teilweise in eine vom Erdbeben betroffene Schule in Mirandola.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen der Projektwoche und des Schulfestes beigetragen haben.
Andrea Fretz