Jahrgangsmischung

In weitgehend freien Arbeitsformen in einer vorbereiteten Umgebung erhält jedes Kind die Chance, den Lerngegenstand, das Tempo und die soziale Form des Lernens auszuwählen, die es zum jeweiligen Zeitpunkt braucht.

Kleine lernen durch Zuhören, Mitmachen, Nachmachen von Großen, Große lernen durch Vormachen und Erklären dazu, begreifen Strukturen – und alle üben sich im sozialen Miteinander.

In einer Gruppe, in der es den direkten Vergleich nicht gibt, tritt das Konkurrenzdenken weit zurück. Jedes Kind erhält die Zeit, die es braucht, und wird ermutigt seinen eigenen Weg zu gehen.

Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften hat man schon immer jahrgangsübergreifend gelernt - trotzdem war es kein einfacher Schritt, dies auch im Regelunterricht zu erproben.

An unserer Schule gibt es die Jahrgangsmischung bislang nur im Werkstattunterricht. Hier lernen die Kinder klassen- und jahrgangsübergreifend (Klasse 1/2 und Klasse 3/4) in vorwiegend naturwissenschaftlichen und künstlerischen Projekten von- und miteinander - ein Erfolgsmodell, wie die Begeisterung der Kinder zeigt, und wie es die Evaluation zu diesem Bereich unseres Profils erbrachte.

Trotzdem wollen wir uns auch hier nicht auf dem Erreichten ausruhen - Jahrgangsmischung kann und soll auf andere Gebiete ausgedehnt werden.